Deiche

Deich

Deich – Schutz vor dem Wasser

Die Nordsee ist ständig in Bewegung und sorgt zweimal am Tag für Hochwasser an den Küstengebieten. Schon in den vergangenen Jahrhunderten kam es durch diesen Wechsel immer wieder zu Überschwemmungen des Landes nahe der Küsten und hat für viel Zerstörung gesorgt. So begann man schon früh mit der Eindeichung des Landes.

Der Deich besteht im Kern aus Sand, auf den eine Schicht aus Marschboden aufgetragen wird. Zur Seeseite läuft der Deich lang und flach aus, damit die anrollenden Wassermassen in ihrer Kraft gebremst werden und der Deich durch die geringere Kraft, die auf ihn einwirkt, nicht so schnell brechen kann.

Mit dem Bau der Deiche war der Küstenschutz jedoch nicht abgeschlossen. Immer wieder müssen Deich erhöht oder befestigt werden, denn der steigende Meeresspiegel, der durch den Klimawandel bedingt ist, erhöht die Wahrscheinlichkeit von Überschwemmungen entlang der Küstenregionen und kann sie im schlimmsten Fall stark zerstören. Viele Regionen, wie wir sie heute kennen, gäbe es dann nicht mehr.

Typische Landschaftsbilder

Man sollte sich also immer wieder den Zweck der Deiche vor Augen halten, auch wenn sie aus der ostfriesischen Landschaft nicht mehr wegzudenken sind und ihr das so typische Landschaftsbild verleihen. Dennoch ist eine Radtour oder ein Spaziergang entlang des Deiches – auf der Meer- oder Landseite – hervorragend, um sich den Wind um die Nase pusten zu lassen und die frische Seeluft einzuatmen. Dabei kann man die Schafe beobachten, die hier einen hervorragenden Weideplatz haben und gleichzeitig als kleine Helfer den Deichschutz unterstützen, indem sie mit ihren Hufen den Deich sozusagen „festtrampeln“ und für seine Festigkeit sorgen.