Projekt „Makroplastik Nordsee“

Neuharlingersiel ist Auswurfort beim Projekt „Makroplastik Nordsee“
Neuharlingersiel ist Auswurfort beim Projekt „Makroplastik Nordsee“
Neuharlingersiel ist Auswurfort beim Projekt „Makroplastik Nordsee“

Neuharlingersiel ist Auswurfort beim Projekt „Makroplastik Nordsee“

Die Universität Oldenburg hat mit „Makroplastik Nordsee“ ein Projekt ins Leben gerufen, das bei der Vermeidung von Plastikmüll in der südlichen Nordsee behilflich sein soll. Das 14-köpfige Forscherteam meint damit den sichtbaren Plastikmüll mit einer Größe ab fünf Millimetern. Ziel ist es, das Verteilungsmuster des Plastikmülls an den Küsten sowie den Inseln zu erkennen, um eine Identifizierung der Verursacher zu ermöglichen und letztendlich Vermeidungsstrategien zu erarbeiten. Die Laufzeit des Projekts ist von 2016 bis 2020 festgeschrieben. Gefördert wird es mit 1,4 Millionen Euro durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Wie geht das? Die Doktorandin Rosanna Schöneich-Argent erklärte uns, dass in verschiedenen Auswurfphasen sogenannte Drifter auf die Reise geschickt werden. Drifter sind nichts Anderes als unbehandelte Holztäfelchen aus Fichtenholz. Sie haben die Abmessung von acht mal zehn Zentimetern und es gibt zwei verschiedene Dicken. Zum einen zwei Zentimeter (100 Gramm Eigengewicht) zum anderen vier Zentimeter Dicke (200 Gramm Eigengewicht). Die Drifter sind fortlaufend nummeriert und mit dem Text „Helfen Sie mit, die Verbreitung von Meeresmüll zu erfassen. Bitte melden Sie die Nummer und den Fundort dieses Drifters an die Uni Oldenburg unter www.macroplastics.de“ in deutscher und englischer Sprache bedruckt. Insgesamt werden in mehreren Auswurfphasen mehr als 70.000 der Drifter zu Wasser gelassen.

Bereits im Herbst 2016 wurden 4800 Drifter an verschiedenen Standorten ausgeworfen. Ca. 60% (!) der ausgeworfenen Drifter wurden gemeldet. Bei einem ähnlichen Projekt auf Hawaii lag die Meldequote bei ca. 20% und somit wurden alle Erwartungen vom Forschungsteams des Projektes „Makroplastik in der südlichen Nordsee – Quellen, Senken und Vermeidungsstrategien“ übertroffen.

Am 10. März 2017 fand ein Drifterauswurf im Thalasso-Nordseeheilbad Neuharlingersiel statt. Zusammen mit der Praktikantin Patricia Gierga warf die Doktorandin Rosanna Schöneich-Argent 800 Drifter in die Fährrinne an der Mole am Hafen West. Mit dem ablaufenden Wasser fanden die Holztäfelchen so ihren Weg in die Nordsee.
Finder eines Drifters werden gebeten, den Fund zu melden. Gemeldet werden kann der Fundort online unter der www.macroplastics.de oder per Smartphone mit der speziellen BeachExplorer-App, welche im Google-Playstore bzw. dem App-Store und Microsoft-Store zur Verfügung gestellt wird.

Sehen Sie HIER, wo bereits Drifter gefunden und gemeldet wurden.

Das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer

UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer
UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer
UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer

Das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer

Das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer liegt direkt vor unserer Haustür und lockt jährlich tausende von Gäste an die ostfriesische Nordseeküste.

Bereits im Jahr 1986 wurde das Wattenmeer zum Nationalpark geadelt und erlangte neun Jahre später von der UNESCO den Titel zum Biosphärenreservat. 2009 war es dann endlich soweit: Die UNESCO adelte das deutsch-niederländisches Wattenmeer zum Weltnaturerbe.

Die niedersächsische Wattenmeerlandschaft erstreckt sich vom Dollart (Niederlande) bis zur Elbmündung bei Cuxhaven und erfasst etwa 345800 ha Fläche. Ganze 40% davon ist Watt.
Aber was ist es, was das Wattenmeer so besonders macht? Ist es nur diese eigenartige grau/braune Substanz auf dem Boden? Mit voller Inbrunst können wir sagen: „Nein!“

Das Wattenmeer macht so viel mehr aus, als nur der Schlick. Über Priele, Sandbänke, Salzwiesen und Dünen – nicht nur am Land, sondern auch aus der Luft zeigt die Landschaft ihre facettenreichen Farben und außergewöhnliche Pracht.

Und nicht nur die Farben und Beschaffenheiten sind es, was das Wattenmeer auszeichnet. Auch die faszinierende Flora und Fauna beeindruckt die Besucher. Mit den ca. 4000 Tier- und Pflanzenarten bildet das niedersächsische Wattenmeer ein sehr wichtiges Ökosystem und ist somit von hoher Bedeutung für unsere ansässigen Fischer, die hier die sogenannte Nordseegarnele fangen. Beim Fischen gibt es schon die nächste Besonderheit: Die Fischer können nicht einfach ins Wattenmeer hinaus fahren, wie es ihnen am besten passt. Nein, Ebbe und Flut sind wesentlicher Bestandteil im Arbeitsleben eines Fischers an der Nordseeküste. Alle sechs Stunden ist das Wasser da und fließt wieder ab.

Diese Tatsache macht auch Ihren Nordsee-Urlaub zu einem besonderen Erlebnis. Genießen Sie die frische Meeresbrise in einem Strandkorb im feinen Sandstrand nur ein paar Schritte von der Nordsee entfernt. Und sollte das Wasser mal nicht da sein, eignet sich diese Zeit perfekt um bei einer Wattwanderung mit dem Biologen und Nationalparkführer Bernd Koopmann zu machen.

Groß und Klein erkunden bei einer ca. 1 ½ stündigen Wattwanderung die faszinierende Landschaft und werden auf Schnecken, Muscheln und Wattwürmer stoßen. Wer es ein bisschen anspruchsvoller mag begibt sich auf die 2 ½ stündige Forschungsreise ins Watt zum großen Priel. Mit Wattschuhen oder festsitzenden Gummistiefeln werden Sie sich durch das Schlickwatt begeben und die Kraft des unscheinbaren Priels kennenlernen.

Wenn Sie anschließend noch nicht genug haben vom Schlick, können Sie sich im BadeWerk mit dem original Neuharlingersieler Naturschlick bei verschiedensten Anwendungen verwöhnen lassen. Oder nehmen Sie eine Portion Naturschlick mit nach Hause. So können Sie sich nach Ihrem Urlaub verwöhnen.

Weitere Informationen finden Sie hier:
•    Weltnaturerbe Wattenmeer
•    Wattwanderungen
•    Schlick-Anwendungen im BadeWerk

Thalasso-Nordseeheilbad Neuharlingersiel